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Kochen mit Chicorée: ein tolles Kochbuch - nicht nur für den Winter

Chicorée ist ein absolut unterschätztes Gemüse. Was man alles mit und aus Chicorée machen kann, weiß ich erst, seitdem ich in den abwechslungs- und einfallsreichen Rezepten von Martina Gonser und Günter Löffel gestöbert habe.

Alles, was man über Chicorée wissen muss

Bevor Loskochen angesagt ist, gibt uns das Buch einen Einblick in die Welt des Chicorées. Jetzt weiß ich nicht nur, woher Chicorée kommt, sondern auch, worauf ich beim Einkauf achten soll, wie ich ihn lagere und wie ich ihn so verarbeite, dass er seine Aromen entfalten kann, ohne unangenehm bitter zu schmecken.

Und dass Chicorée gesund ist, weiß ich nun auch: Er regt die Verdauung an, senkt den Blutzuckerspiegel, reguliert den Säure-Basen-Haushalt des Körpers und unterstützt die Entgiftungsfunktion der Leber. Außerdem ist er reich an Vitamin C, Provitamin A und Folsäure. Ein paar B-Vitamine besitzt er auch, ebenso wie wichtige Mineralstoffe.

Dabei hat Chicorée nur eine homöopathische Dosis an Kalorien: ganze 16 kcal auf 100 g, denn er besteht zu 90 % aus Wasser. Wenn das kein Argument ist, gleich das ein oder andere Rezept auszuprobieren!

Von der Vorspeise bis zum Dessert

Bislang kannte ich Chicorée nur im Krabbensalat oder mit Schinken und Käsesoße überbacken im Ofen. Beides hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen. Aber Chicorée kann viel mehr. Bereits bei den Vorspeisen bieten die AutorInnen zehn verschiedene Salate, zahlreiche Dips und Suppen und Raffiniertes wie Gegrillten Chicorée mit Rote-Beete-Pesto oder Roulade von der Wachtelbrust mit Gänseleber. Die Hauptgerichte reichen von Chicorée für jeden Tag über schnell gekocht und Chicorée Asiatisch bis zu Chicorée-Rezepten für besondere Anlässe.

Löffels Eifler Schnitzel von Chicorée

Mit Fisch, Fleisch oder vegetarisch, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das ein oder andere Rezept lässt sich sogar vegan zubereiten, wenn man die Butter durch Margarine und Sahne, Milch oder Crème fraîche durch Soja-Produkte ersetzt.

Auch für KochanfängerInnen geeignet

Die Zubereitung ist sehr gut erklärt, also durchaus auch für KochanfängerInnen geeignet. Einige Rezepte sind so simpel und flott gemacht, dass sie sich super für ein schnelles Mittag- oder Abendessen eignen. Ich habe die Schinken-Chicorée-Pfanne ausprobiert und kann sagen: Alle waren begeistert – und ich habe gerade mal 25 Minuten in der Küche gestanden. Das Cordon bleu von Poulardenbrust und Chicorée ist schon ein bisschen aufwändiger. Aber es lohnt sich!

An den Feiertagen werde ich mich an das Dessert wagen: Crème Brulée vom Chicorée mit Orange und Schinken – auf den Schinken kann man auch verzichten, dann ist das Dessert nicht nur süß, sondern auch vegetarisch.

Leider sind nicht alle Rezepte bebildert. Das finde ich sehr schade, denn das Auge isst bzw. liest ja mit. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt, den ich gefunden habe. Davon abgesehen, ist das Buch sehr hübsch gestaltet: Die unterschiedlichen Rezept-Kategorien sind farblich abgesetzt, Schriftgröße und -satz augenfreundlich und das Hardcover lässt das Buch wertig erscheinen - und das bei einem Preis von gerade einmal 10,90 €.

Alles in allem ist das im Rhein-Mosel-Verlag erschienene Kochbuch „Kochen mit Chicorée“ ein tolles Buch für alle Chicorée-Fans und solche, die es noch werden wollen – zum Verschenken, Selberkaufen, Lesen und Nachkochen.

Martina Gonser & Günter Löffel: „Kochen mit Chicorée – vielseitig, lecker und gesund“. Rhein-Mosel-Verlag 2011, 72 Seiten, 10,90 €, Hardcover, ISBN: 9783898010559

Die Webseite zum Buch mit weiteren Informationen: „Kochen mit Chicorée – vielseitig, lecker und gesund

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