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Fit for Fun

Fit for Fun: Abnehmen durch Bewegung, Ernährung und Entspannung

Die verheißungsvoll klingende Diät verspricht ein langsames, gesundes Abnehmen für den langfristigen Erfolg. Die kalorienreduzierte Mischkost-Diät setzt nicht nur auf eine komplette Ernährungsumstellung. Wenn wir uns „Fit for Fun“ stellen wollen, heißt es auch: runter von der Couch und an der freien Luft bewegen. Komplettiert werden Ernährung und Bewegung durch den dritten Grundpfeiler Entspannung. Damit wir mal richtig runterkommen. Denn Stress fördert nur zusätzliche Kilos.

Auf einen Blick

Diät-Art: Mischkost, kalorienreduziert (1400 – 1600kcal/Tag)

Herkunft

Die Fit-for-Fun-Diät wurde von der Redaktion der gleichnamigen Fitness- und Lifestylezeitschrift Ende der 90er entwickelt. In ihrem Konzept orientiert sie sich stark an den Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Neben Diätbüchern und dem neuen Fit-for-Fun-Diät-Ebook gibt es auch einen Online-Figurcoach.

Die Theorie

Die Fit-for-Fun-Diät ist eine kalorienreduzierte Mischkost-Diät. Im Mittelpunkt steht hier ganz klar eine negative Energiebilanz: Das heißt, wir nehmen weniger Energie auf, als wir verbrauchen. Nur so greift der Körper auf unsere Fettreserven zurück. Die drei Pfeiler Ernährung, Bewegung und Entspannung sind das Grundgerüst der Fit-for-Fun-Diät. Sie helfen, die negative Energiebilanz umzusetzen, und versprechen langfristigen Erfolg.

Die Ernährung ist eine kalorienreduzierte Mischkost und die Basis für die Diät – bereits hier wird der Grundstein für eine negative Energiebilanz mit 1400 bis 1600 Kilokalorien am Tag gelegt.
Bewegung und Sport ergänzen das Ernährungsprogramm: Mit Sport verbrauchen wir zusätzliche Kalorien. Je nachdem, wie viel Sport wir treiben, können wir die Kilokalorien, die wir pro Tag verspeisen dürfen, erhöhen. Hauptsache ist, dass am Ende des Tages eine negative Energiebilanz steht.
Entspannung soll vor allem dem negativen und abnehmhemmenden Effekt von Stress entgegenwirken. Unter Stress fühlen wir uns nicht nur unwohl, wir nehmen auch schneller zu – vorzugsweise im Bauchbereich. Entspannung wirkt deshalb bei der Fit-for-Fun-Diät nicht nur als Wohlfühlaspekt, sondern auch als Präventionsmaßnahme.

Der Ablauf

Die Diät setzt auf eine komplette Umstellung der Lebensgewohnheiten – zumindest dann, wenn man nicht ohnehin regelmäßig Sport getrieben, am liebsten mit frischen Zutaten selber gekocht und sich zwischen dem Alltagsstress etwas Ruhe gegönnt hat. Es ist keine Diät für den schnellen Erfolg, stattdessen soll eine langsame Gewichtsreduktion Jo-Jo-Effekte vermeiden und eine lebenslange Ernährung- und Gewohnheitsumstellung herbeiführen.

Der empfohlene Ernährungsplan sieht 1400 bis 1600 Kalorien pro Tag vor. Je nach Grundbedarf und je nachdem wie viel wir uns sportlich betätigen, gibt es auch Wochenpläne mit einer höheren Kalorienanzahl. Gegessen werden 3 Hauptmahlzeiten pro Tag, und damit gar nicht erst Heißhunger aufkommt, sind auch 2 Snacks für Zwischendurch erlaubt.

Prinzipiell verboten sind bei der Fit-for-Fun-Diät keine Lebensmittel. Stattdessen gibt es neben konkreten Wochenplänen allgemeine Empfehlungen. Wer seinen Essensplan lieber selbst zusammenstellt, kann sich an diese Empfehlungen halten und gleichzeitig auf die Gesamtkalorien achten. Nummer eins des Speiseplans sind reichlich Obst und Gemüse. Aber auch Kohlenhydrate kommen auf den Teller, am liebsten Vollkornprodukte – diese komplexen Kohlenhydrate halten länger satt. Nüsse, Pflanzenöl und Fisch liefern essentielle Fette, auch Fleisch ist nicht verboten, steht allerdings deutlich im Hintergrund. Von fettreichen Snacks sollte man - alleine mit dem Blick auf die Kalorienanzahl – eher Abstand nehmen.

Wasser, Sport, Entspannung

Neben einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung steht auch Wasser ganz hoch im Kurs. Viel trinken ist in der Fit-for-Fun-Diät fest eingeplant. 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag sollten drin sein, um unseren Körper beim Abnehmen zu unterstützen. Als optimal empfiehlt die Diät einen halben Liter kühles Wasser eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit.

Ohne den zweiten Grundpfeiler „Bewegung“ geht nach der Fit-for-Fun-Philosophie nichts. Das Training unterstützt den Muskelaufbau und steigert so unseren allgemeinen Kalorienbedarf. Haben wir mehr Muskeln, verbrauchen wir auch im Ruhezustand ganz nebenbei mehr Kalorien. Anfangen können wir mit Alltagsbewegungen, hier eine Treppe mehr, dort zur Musik mitwippen. Aber auch Ausdauer- und Kraftsport stehen auf dem Programm:  Mit mindestens dreimal die Woche 30 bis 60 Minuten können wir zwischen 2000 und 3500 Kilokalorien zusätzlich verbrennen.

Der dritte Pfeiler Entspannung dient vor allem dem Ausgleich, soll Stress und Frustessen verhindern. Die Fit-for-Fun-Diät setzt hier auf unterschiedliche Methoden, von Yoga und Meditation bis hin zu autogenem Training mit Hilfe von Übungs-CDs.

Rezepte und Tools, zum Beispiel zum Errechnen des Grundumsatzes, finden sich auf der offiziellen Website des Lifestylemagazins. Auch ein 7-Tage-Wochenplan ist kostenlos verfügbar. Das Buch zur neuen Fit-for-Fun-Diät ist als Ebook verfügbar und ein kostenpflichtiger Figurcoach steht im Monats- und Jahresabos zur Verfügung. Das Onlineprogramm erstellt individuell abgestimmte Trainingseinheiten, Tagespläne und Hilfe von Experten.

Kritik

Mit ihrer ganzheitlichen Philosophie kommt die Fit-for-Fun-Diät bei Bewertungen und Tests meist recht gut an. Die Ernährungsweise entspricht einer gesunden Mischkost, wie sie auch die Deutsche Gesellschaf für Ernährung empfiehlt. Die Rezepte sind nach eigenen Angaben besonders schnell zubereitet und besonders gut für Berufstätige geeignet. So steht bei dem 7-Tage-Plan oft ein kaltes Mittagessen, das man von zu Hause mitnehmen kann, auf dem Speiseplan. Trotzdem: Ein wenig Vorbereitung braucht es auch hier.

Insgesamt ist die Fit-for-Fun-Diät sicherlich zeitintensiv. Zeit, die man sich nehmen muss, denn sie setzt auf eine komplette Umstellung nicht nur der Ernährung, sondern der Lebensgewohnheiten. Für die Wochenrezepte gibt es eine Einkaufsliste für eine Woche – neben dem organisatorischen Aufwand, für eine  ganze Woche einzukaufen, braucht es einen gut bestückten Supermarkt um alle Zutaten zu bekommen. Top sind die vielen vegetarischen Rezepte.

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