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Fitness-Studios: Zirkeln mit Mrs. Sporty & Co

3x30 Minuten Zirkeltraining – und alles wird gut? Das wohl doch nicht. Dennoch kann das Training in kleinem Kreise motivierend sein. Ich habe sowohl bei Mrs. Sporty als auch bei Curves einige Zeit trainiert und für euch ganz subjektiv zusammen gefasst, wie das funktioniert – und ob es (aus meiner Sicht) etwas bringt – und wenn ja, für wen. smile

Wie funktioniert’s?

Das Ganze funktioniert wie ein Zirkeltraining und dauert insgesamt 30 Minuten. Dabei wechseln sich im Zirkel Geräte und Ausdauerübungen ab – auf insgesamt 16 Stationen kommt man in einer Runde. Jede Übung wird ca. 40 Sekunden absolviert, dann wird gewechselt. Zwischen den Geräten stehen Stepper und/oder quadratische, leicht gefederte Plattformen, auf denen man joggen, hüpfen oder Laufübungen machen kann. Insgesamt durchläuft man das Programm dreimal. Die ganze Zeit läuft Musik (die nicht immer meinen Geschmack traf, aber Hauptsache Rhythmus:)), wenn gewechselt werden soll, wird die Musik kurz unterbrochen und eine Stimme vom Band zwitschert: „Bitte wechseln Sie die Station“.


Die Geräte funktionieren hydraulisch und passen sich dem Widerstand an, den man ausübt. das heißt: Je schmackiger man sich ins Zeug legt, desto anstrengender ist es. Und ja, das kann durchaus ziemlich ambitioniert sein, habe ich gemerkt:-). Andererseits kann man sich auch prima durchmogeln, wenn man beim Training mit einer Freundin quatscht. Die Übungen zwischen den Geräten können jedes Mal anders aussehen und die relativ kurze Verweildauer bei einer Trainingseinheit ist zu Beginn noch recht abwechslungsreich. Allerdings fand ich es nach einigen Monaten dann doch etwas – ähem – langweilig:). Im Anschluss sollte man einige Dehnübungen machen. Dann hat man die 30 Minuten geschafft.


Kosten

Billig sind diese Fitness-Studios nicht. Ca. 40 Euro pro Monat bei einen Jahresvertrag kostet das Ganze – und wenn nicht gerade ein Schnupperangebot läuft, kommen noch Anmeldegebühr und Kosten für die Startanalyse hinzu. Ich finde das ganz schön happig, dafür, dass es (siehe Ausstattung) zum Beispiel keine Duschen gibt und die Öffnungszeiten auch eher so suboptimal sind.


Ausstattung

Die Studio sind ziemlich minimalistisch ausgestattet. Keine Duschen (!), nur Toiletten, Umkleide, ein Raum mit Handtüchern zum Frischmachen. Handtaschen mit Wertsachen kann man in ein offenes Regal im Trainingsraum stellen - so hat man sie jederzeit im Blick. In einem der Mrs. Sportystudios gab es sogar einen weiteren Raum, in dem man kostenlos einige wenige Kurse besuchen konnte. In dem Curvesstudio kosteten die Kurse extra (wenn auch nur 1 Euro für 30 min Zumba z.B.).

Sowohl Mrs. Sporty als auch Curves sind Franchisesysteme und richten sich – habe ich in den Infos für Franchisenehmerinnen gelesen – an Frauen aus der Nachbarschaft, die nicht in ein klassisches Sportstudio gehen würden. (Sprich: Eher Sportmuffel, die keinen Bock haben, weit zu fahren und bequem vor der Haustür ein bisschen Bewegung haben wollen.wink) Deshalb keine Duschen. Schade.


Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten sind echt bescheiden.  Für mich das größte Minus – und der Hautgrund, warum wir keine Freunde wurden auf Dauer. Denn mit meinem persönlichen Tagesablauf war das einfach nicht kompatibel. Alle Studios in meiner Nachbarschaft, haben Mittagspause (eine Zeit, in der ich ganz hervorragend 30 Minütchen entbehren könnte, um den Kopf frei zu kriegen...aber nunja). Auch machten alle von mir besuchten Studios erst um 09h00 auf, das heißt: Vor der Arbeit wird das nix mit mir und dem Studio. Hm. Und länger als bis 20h00 haben die Studios in meiner Nachbarschaft auch nicht auf. Meistens sogar nur bis 19h00. Weder die drei Mrs. Sporty-Studios in der Nachbarschaft noch das Curvesstudio boten da mehr. Bei uns ist zwischen 17h00 und 19h30 Familytime. Kochen, Abend essen, Kind ins Bett bringen und so. Nix Sport.
Dickes Minus.


Betreuung: Ein absolutes Plus!

Ein absolutes Plus in allen Studios, in denen ich dann doch ein paar Monate oder sogar über ein Jahr angemeldet war: Die Trainerinnen sind wirklich sehr nett und motivierend. Sie sind immer dabei, die Frauen im Zirkel zu unterstützen, zeigen verschiedene Stepp- und Ausdauerübungen, springen herbei, wenn eine Frau mal etwas rat- und einfallslos am Stepper zwischen zwei Geräten steht und machen einfach ein paar Übungen mit.

Nachdem Studiobesuche aller Art zu 100% Motivationssache sind, macht diese persönliche, nette Betreuung die spartanische Ausstattung und die Öffnungszeiten schon auch wett.


Geeignet sind diese Zirkeltrainings

• für Einsteigerinnen, die wieder etwas Bewegung brauchen,
• für Frauen, die sehr wenig Zeit einplanen wollen für ihre Bewegung und
• für Frauen, die so ein Studio fußläufig in der Nachbarschaft haben.

Wer eigentlich recht sportlich ist und sich auch gerne mehr bewegt, mehr Herausforderungen braucht (wie ich), der ist in einem „richtigen“ Fitnessstudio besser aufgehoben.

Nimmt man damit ab?

Ich sage Nein.smile Aber es kann sicher einen Diätplan oder eine Ernährungsumstellung unterstützen – und ist für Sportmuffel ein guter Einstieg in mehr Bewegung im Alltag.

 

 

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