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Schritt für Schritt – Schrittzähler Omron Walking style III im Test

Wer, wie ich, den ganzen Tag am Computer sitzt, bewegt sich naturgemäß viel zu wenig. Schrittzähler sollen helfen, sich ausreichend zu bewegen, und motivieren, ein paar Schritte mehr als die zwanzig vom Schreibtisch in die Küche oder zum Klo zu machen. Ich habe den Omron Walking style III getestet - ein Schrittzähler für alle, die ihr Smartphone nicht als Fitnesscoach nutzen können oder wollen.

Dass Schrittzähler tatsächlich zu mehr Bewegung anregen, weiß ich. Ich hatte jahrelang einen wunderbaren Schrittzähler, bis ich sehr hektisch mit einem großen Koffer, einem Rucksack und einer vollgepackten Handtasche in Dortmund aus dem Zug ausgestiegen bin …

Schrittzähler oder Aktivitätstracker - das ist die Frage

Ich habe lange überlegt, ob ich mir wieder einen simplen Schrittzähler oder einen High-tech-Aktivitätstracker zulegen soll. Letzteres scheiterte daran, dass alle Aktivitätstracker entweder mit einer Cloud arbeiten oder mit einem Smartphone ab Android 4.X – bei vielen ist sogar beides der Fall.
Da mein Smartphone ein älteres Modell ist (Android 2.x), war die Entscheidung schnell getroffen.
Ein simpler Schrittzähler – ist ja auch viel billiger.

Der Walking style 3 von Omron

Nach langem Hin und Her habe ich mich für den Walking style III von Omron entschieden. Das Modell gibt’s in Schwarz-Grau oder in Weiß mit wahlweise Lila, Gelbgrün oder Orange. Es bringt seine Batterie, ein Bändchen und einen Clip mit.
Dieser Clip ist auch das erste Plus: im Gegensatz zu meinem alten Schrittzähler hält der Clip den Walking style III bombenfest. Allerdings hat es einige Sekunden des Ziehens, Zerrens und Wackelns bedurft, bis ich begriffen habe, wie sich der Clip öffnen und schließen lässt (Ich hätte natürlich auch in die Gebrauchsanweisung gucken können, hüstel …).

Die einzelnen Funktionen

Der Schrittzähler kommt mit einer Menge an Funktionen daher. Er zählt:

  • die täglichen Schritte
  • das Abgebautes Körperfett
  • den Kalorienverbrauch
  • die zurückgelegte Distanz
  • und aerobe Schritte, das sind schnelle Schritte (min. 60 Schritte pro Minute über min. 10 Minuten).

Außerdem zeigt er mir die Uhrzeit an. Und ich kann Walking-Events separat messen und zusätzlich zu den täglichen Daten speichern.

Mir reichen die Uhrzeit, Distanz und tägliche Schritte. Beim Kalorienverbrauch und der Fettverbrennung bin ich misstrauisch – so viel soll das sein? Allerdings schleppe ich ja auch eine Menge Gewicht mit mir rum.

Handhabung und Genauigkeit

Die Grunddaten (Gewicht, Größe etc.) werden vor der ersten Nutzung eingegeben. Das funktioniert ganz simpel. Allerdings wer mehr als 136 Kilo wiegt, hat Trauer. Offenbar rechnen die Hersteller nicht damit, dass sich auch Menschen, die schwerer sind, regelmäßig bewegen wollen.

Sind die Daten eingegeben, kann’s – im wahrsten Sinne des Wortes – losgehen. Er lässt sich in Hosen- oder Hemdtasche verstauen oder auch in der Handtasche. Dann sind die Angaben allerdings offenbar nicht so präzise. Ich trage den kleinen Freund, dank seine geringen Ausmaße sehr bequem, in der vorderen Hosentasche.

Der Schrittzähler ist mit einer 2D-Technologie ausgestattet, die überwiegend zuverlässig die gelaufenen Schritte zählt. Meine persönlichen Berechnungen haben eine durchschnittliche Abweichung von 10% ergeben. Andere Rezensenten kommen auf noch präzisere Werte. Ich finde das für einen Schrittzähler ziemlich gut und mir reicht es voll und ganz aus.

Es lässt sich leicht zwischen den einzelnen Anzeigen (Uhrzeit, Schritte, Kilometer, Kalorien und verbranntes Fett) wechseln. Nur dunkel darf’s nicht werden. Das Display ist nicht beleuchtet, und bei schlechten Lichtverhältnissen nur schwer bis gar nicht zu lesen.

Motivationseffekt

Ich trage ihn, seit ich ihn habe, täglich. Allerdings auf die empfohlenen 10.000 Schritte komme ich trotz Hundespaziergängen nicht. Ich bin froh, wenn ich die Hälfte oder zwei Drittel schaffe. Erreicht man die 10.000 Schritte, soll ein kleines Männchen auf dem Display die Arme jubelnd heben – ich hatte bislang noch nicht das Vergnügen, arbeite aber tapfer darauf hin.

Mich motiviert so ein Schrittzähler sehr – nicht nur wegen des jubelnden Männchens. Mir ist im Alltag oft nicht bewusst, wie wenig ich tatsächlich gehe. Ein Blick auf den Schrittzähler sagt es mir – und motiviert mich, z. B. doch noch die 3.000 oder 5.000 Schritte zu gehen, wenn mir vielleicht nur noch ein paar hundert fehlen. Ohne Schrittzähler bliebe ich erbarmungslos sitzen.

Preis

Der Omron ist in verschiedenen Online-Shops erhältlich – zu sehr unterschiedlichen Preisen. Bei allen Händlern liegt der Preis zwischen 20,00 und 30,00 Euro und ist offenbar nicht nur abhängig vom Anbieter, sondern auch von der gewählten Farbe. Googeln lohnt sich auf alle Fälle – und unbedingt beim Preisvergleich die Versandkosten einrechnen.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Pluspunkte

  • Leicht einzustellen
  • Fest sitzender Clip
  • Leicht und schlank, daher unauffällig und nicht störend
  • Zählt ziemlich genau
  • Hat ein putziges Männchen, das einen belohnt, wenn man 10.000 Schritte gegangen ist
  • Verschiedene Zusatzangaben wie verbranntes Fett und Kalorien

Minuspunkte  

  • Display in der Dämmerung und bei schlechten Lichtverhältnissen schlecht lesbar
  • Display nicht beleuchtet
  • Körpergewicht nur bis 136 Kilogramm einstellbar

Fazit

Ein kleiner, leicht zu handhabender Schrittzähler, der ausreichend zuverlässig zählt und durchaus zu mehr Bewegung motiviert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung. Und die Optik ist auch okay.

Ich würde ihn uneingeschränkt für alle empfehlen, die auf softwarebasierte Datenauswertungen, Puls- und Schlafkontrolle und ähnlichen Schnickschnack verzichten können.

Omron Walking style III
Preis: 20,00-30,00 Euro
Bezugsquelle: Online-Shops

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