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Apps und Tools für MacOS: Ablenkungsfreies Arbeiten

Die Situation kennt vermutlich jeder: Eine Aufgabe muss ganz dringend erledigt werden, aber ständig lenken blinkende Zeichen, einkommende E-Mails oder ganz einfach der zu volle Desktophintergrund von der eigentlichen Arbeit ab. Die Arbeit am Computer geht zwar oft schneller, aber genauso groß sind die Ablenkungen, die im Internet oder in anderen Programmen laueren. Oft verlieren wir den Überblick, wie viel Zeit wir eigentlich mit anderen Dingen vertrödeln und die eigentliche Aufgabe gerät aus dem Fokus.

Weil das kein Einzelfall ist, haben mittlerweile etliche Programmierer und findige, kreative Köpfe für eine Vielzahl an Anwendungen gesorgt, die ein ablenkungsfreies Arbeiten zumindest einfacher machen sollen. Hier einige beliebte Tools für das Mac-Betriebssystem OS zum Ausprobieren:

Self-Control (kostenlos)

Self-Control ist eine einfache Desktop-Anwendung und sperrt den Zugang zu bestimmten Websites. Welche das sein sollen, das können wir selbst festlegen. Auf einer Blacklist geben wir an welche Seiten, wir nicht besuchen dürfen – Facebook ist zum Beispiel eine gute Wahl oder Youtube. Dafür muss nur die URL der entsprechenden Seite kopiert werden – und prompt werden auch alle Unterseiten gesperrt. Nun können wir einstellen, wie lange die Sperre aktiv sein soll, von ein paar Minuten bis zu radikalen 12 Stunden bietet Self-Control eine flexibele Zeitspanne. Klicken wir dann auf Start, sind die Seiten auf der Blacklist für die angegebene Zeit erbarmungslos gesperrt. Die Fehlermeldung unter Safari: Die Seite kann nicht angezeigt werden. Während die Zeit läuft können wir weitere Seiten zur Blacklist hinzufügen, aber keine löschen. Welche Seiten wirklich dort landen sollen, müssen wir uns vorher also gut überlegen. Denn auch, wenn wir die Anwendung schließen bleibt die Sperre im Hintergrund immer noch aktiv.
Um zu wissen, wie lange die Zeit noch läuft, kann man den Timer im Vordergrund anzeigen lassen.

OmnWriter (kostenlos)

Für die kreativen Schreiber unter uns, jene die es werden wollen oder für alle die bei Textprojekten eine möglichst ablenkungsfreie Umgebung brauchen ist OmnWriter vielleicht das Richtige. OmnWriter ist ein einfacher Texteditor mit meditativer Hintergrundmusik. Er öffnet sich im Fullscreen-Modus – alle anderen Anwendungen und auch die Menüleiste verschwinden so aus dem Blick. Der Standard-Hintergrund ist pastelig gehalten und beim Start der Anwendung erklingt sanfte Musik, die einem während des Schreibens begleiten soll und unsere kreativen Zellen anregen. Natürlich kann sie auch stumm geschaltet werden.

OmnWriter ist sehr grundlegend gehalten – man kann zwar zwischen verschiedenen Schriftgrößen und –stilen wechseln, allerdings gilt die Änderung nur für das ganze Dokument. Formatierungen sind mit OmnWriter nicht möglich. Dafür sind die fertigen Texte als Plain Text oder PDF exportierbar.

Alternative: Pages – Fullscreen (kostenpflichtig)

Eine zugegebenermaßen weniger meditative und kostenpflichtige Alternative ist die Fullscreen Funktion von Apples Texttool Pages. Pages ist kostpflichtig, bringt dafür aber die selben Möglichkeiten wie Mircosofts Word. Im ablenkungsfreien Fullscreen-Modus ist der Hintergrund standardmäßig schwarz. Allerdings sind hier alle Formatierungen möglich: Von Überschriften bis zu kursiven Textstellen.

Isolater (kostenlos)

Isolater setzt jedes beliebige Programm in eine ablenkungsfreie Umgebung. Die Anwendung legt einen Schleier über alle anderen Programme, den Desktophintergrund und alles was sich an Ordnern und Dateien dort angesammelt hat. Wenn man Isolater öffnet, setzt es sich als Symbol in die Menüleiste. Von dort kann Isolater an- oder ausgeschaltet werden. Ist Isolater aktiv, so verschwindet der Desktop hinter einem Schleier. Von nun an können wir immer nur ein Programm gleichzeitig betrachten. Wechseln zwischen den Programmen kann man ganz normal über das Dock, das Finderfenster oder durch die Tastenkombination Apfel+Tab bei bereits geöffneten Programmen. Isolater erlaubt immer nur ein Programm gleichzeitig im Vordergrund. Wer also mehrere Programme nebeinander im Blickfeld haben möchte, für den ist Isolater nicht geignet. Dafür bleibt Isolater auch über mehre Spaces hinweg aktiv. In den Einstellungen kann die Transparenz der Hintergrundfarbe eingestellt werden, und verschiedene Effekte wie Blur oder Bloom für die Fenster „Dahinter“ ausgewählt werden.

Think (kostenlos)

Think soll wie Isolater mit unaufgeräumten Desktops und zu vielen offenen Programmen Schluss machen. Anders als Isolater öffnet sich Think als eigenes Programm – von dort kann nun ein anderes, bereits geöffnetes Programme aufgerufen und so auf einen schwarzen, ablenkungsfreien Hintergrund platziert werden (siehe Bild). Klickt man nun im Dock auf ein weiteres Programm, öffnet sich sein Fenster ebenfalls auf einem schwarzen Hintergrund, das vorher ausgewählte Programm verschwindet allerdings nicht. So kann sich der ablenkungsfreie Think-Hintergrund genauso schnell mit Programmen „zumüllen“ wie der normale Desktop. Allerdings genügt ein Klick auf dem schwarzen Hintergrund, um ihn zu entrümpeln. Das zuerst ausgewählte Programm ist dann wieder aktiv. Möchte man das Standardprogramm wechseln, muss man auf das Think-Icon im Dock klicken, so kommt man zurück ins Eingangsmenü. Ein weiterer Haken bei Think bleibt allerdings: Die Anwendung wird verlassen, wenn man mehrere Spaces nutzt oder das Tasturkürzel Apfel + Tab zum Wechseln zwischen den Programmen benutzt.

Concentrate (kostenpflichtig, 60h Trial)

Concentrate ist ein kleiner Allrunder. Die Idee: Sobald man Concentrate startet, möchte man sich aktiv an eine bestimmte Aufgabe setzen. Damit das leichter fällt, bietet das Programm eine ganze Reihe an Aktionen. Möchten wir eine Aufgabe angehen, sollten wir sie vorher in Concentrate definieren. Der Name, die Zeit, wie lange wir daran arbeiten woll, aber auch eine ganze Reihe anderer Bedingungen können an die Aufgabe geknüpft werden. Beispielsweise, dass beim Start der Aufgabe der Chat-Status in Adium oder iChat geändert wird oder bestimmte Programme geöffnet und andere, ablenkende Anwendungen geschlossen werden. Auch Dateien und ganze Websites können geöffnet oder geblockt werden, der Desktophintergrund in eine ablenkungsfreie Umgebgung verändert werden. Sind all die gewünschten Aktionen mit einer Aufgabe erstmal verknüpft, reicht nun schone in Klick auf die Aufgabe, damit Concentrate ganz automatisch beginnt alle Aktionen für uns auszuführen. So richtet Concentrate für uns mit einem Klick die gewünschte Arbeitsumgebung ein. Damit wir während der Arbeit nicht die Konzentration verlieren, kann Concentrate in regelmäßigen Abständen oder zur bestimmten Zeitpunkten (wenn eine festgesetzte Zeit für eine Aufgabe abgelaufen ist, etwa) Töne und kleine Nachrichten abspielen abspielen. Eine Aufgabe kann zu jedem Zeitpunkt wieder abgebrochen werden.

Rescue Time Lite (kostenlos, erweitert: kostenpflichtig)

Rescue Time Lite hilft uns dabei einen Überblick darüber zu bekommen, mit welchen Tätigkeiten wir am Computer unsere Zeit vertreiben. Um die Anwendung nutzten zu können, müssen wir uns mit unserer Email-Adresse und einem Passwort anmelden. Jeder Computer muss nach der Installation des Programms durch unsere Anmeldedaten registriert werden, damit er überwacht wird. Starten wir nun Rescue Time Lite, heftet sich das Smyobl in der Menüleiste an und beginnt seine Arbeit: Von nun an liest das Programm aus, welche Anwendungen wir nutzen, welche Websites wir ansteuern und wie viel Zeit wir jeweils mit welchen Anwendungen verbringen. Möchte man sich die Ergebnisse angucken, so kann man auf das Icon in der Menüleiste klicken und auf dem Dashboard nachsehen. Das Dashboard ist eine persönliche Website, in dem die Ergebnisse und Statistiken unserer Arbeitsweise festgehalten werden. Rescue Lite Time ist damit ein Hybrid aus Desktop- und Webanwendung. Um mit einem Blick zu sehen, ob wir eher produktiv oder unproduktiv gearbeitet haben, wertet Rescue Time Lite bestimmt Anwendungen und Webseiten nach Produktivität. In der Detailansicht kann man noch persönlich einstellen, ob der Besuch der Webseite oder die laufende Anwendung die eigene Produktivität steigert oder eher senkt. Das Programm sammelt solange Daten, solange es geöffnet ist. Schließt man das Programm, werden keine Informationen mehr über unser Verhalten am Rechner aufgezeichnet. Wer einen genauen Überblick möchte, wie lange sie auf welchen Websites verweilt, welche Programme offen und in Benutzung sind, der sei Rescue Time Lite als Monitoring-Tool ans Herz gelegt. Rescue Time Lite ist die kostenlose Variante zu Rescue Time. Mit der Vollversion kommen weitere Features hinzu, wie das Blocken bestimmter, ablenkender Seiten und eine genauere Analyse, wie wir unsere Zeit verbringen.

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