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Abnehmen ohne Diät – geht das? Ein Selbstversuch.

Ich habe keine Lust auf Diäten – die funktionieren bei mir sowieso nicht. Aber mein Gewicht macht mir zu schaffen – es ist einfach zu viel. Abnehmen durch achtsames Essen, das soll funktionieren. Ich werde es testen – und berichten.

Ein bisschen was muss runter

105,8 Kilo – meine Waage ist erbarmungslos und zeigt mir deutlich, dass ich für meine Größe zu viel wiege. Um das zu merken, brauche ich eigentlich keine Waage. Meine Kniegelenke und meine Schnappatmung, wenn ich im dritten Stock angekommen bin, sagen das Gleiche.

Erfolglose Diäten

Diäten habe ich bereits unzählige gemacht, keine mit dauerhaftem Erfolg. Nicht mal Weight Watchers, auch wenn ich mit WW bislang am besten abgenommen habe – nur leider nicht dauerhaft. Kaum habe ich Stress, verlangt mein Körper nach Nahrung. Bei besonderer Arbeitsbelastung – wie bei der letzten Nachtschicht – ruft alles in mir: Gummibärchen! Kaffee bzw. Cola light ruft der innere Chor auch. Das ist eigentlich nicht so verkehrt. Diese Kombination aus Zucker und Koffein macht das Gehirn offenbar leistungsfähiger. Allerdings den dazugehörigen Menschen, also mich, dicker und auf lange Sicht weniger gesund. Mehrere Monate sehr viel Arbeit und wenig Entspannung haben dazu geführt, dass ich mal wieder üHu (über Hundert) bin statt uHu (unter Hundert). Dabei hatte ich mir so fest vorgenommen: nie wieder üHu.

Gemeinsam geht’s besser

Da Barbara mit ihrem Gewicht auch nicht wirklich glücklich ist, haben wir beschlossen, einen neuen Anlauf zu nehmen. Gemeinsam fällt das Abnehmen leichter. Und wir wollen berichten, wie es klappt, welche bösen Fallen auf dem Weg zum uHu lauern, welche Stolpersteine uns ins Straucheln bringen und was so richtig gut läuft. Das Ziel heißt: Weihnachten uHu!

Meine Strategien

Ich werde zwei Strategien kombinieren: achtsam essen und mehr Bewegung. Mehr Bewegung bedarf wohl keiner Erklärung. Den ersten Schritt habe ich im wörtlichen wie übertragenen Sinne bereits gemacht: Ich habe mir einen Schrittzähler gekauft und benutze ihn fleißig.

Achtsam essen

Achtsam essen ist ein wenig komplizierter. Der Gedanke, der dahinter steht, lautet: Der Körper weiß, was er wann und in welchen Mengen braucht. Wenn ich darauf achte, erreiche ich langsam aber sicher das Gewicht, das zu mir passt. Ich habe im Moment noch keine Ahnung, welches das sein könnte, aber üHu ist es nicht (Größe 36/38 aber mit Sicherheit auch nicht wink ).

Ich weiß, dass mein Körper mir immer wieder sagt, was er gerne essen würde und was er nicht verträgt – nur leider bin ich Weltmeisterin im Weghören: „Kuchen, nee, da krieg ich Sodbrennen von“ – ach, sei still, der ist wahnsinnig lecker. „Nicht so viele Sushis bestellen, hinterher fühlst du dich total vollgefressen“ – Quatsch, ich hab einen Riesenhunger; ich kann ja aufhören, wenn ich satt bin (tue ich natürlich nie, weil ich Sushi liebe). Neulich beim Vietnamesen: „Ich hätte gerne den Salat mit dem Zitronengras und dem Limettendressing“ – Hey, mir ist kalt, draußen ist Herbst, da ist ein fettiges, scharfes Bami Goreng viel besser.

Von diesen inneren Dialogen führe ich Dutzende im Laufe einer Woche. Also wenn ich mal auf mich hören würde, könnte Abnehmen durch achtsames Essen echt gut klappen.

Zurzeit lese ich mich noch ins Thema ein. Aber ich werde nächste Woche genauer berichten, wie es funktioniert mit dem Achtsam essen und wie’s mir damit geht.

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