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Bis Weihnachten uHu – ohne „Diät“ - das geht, oder?

Die Stunde der Wahrheit ist gekommen. Ich stelle mich heute auf die Waage. Ein echtes Waagenwagnis. Denn das Gerät habe ich seit Monaten weiträumig umgangen. Mir ist klar, dass es üHu (über Hundert Kilo) sein wird, nur wie viel ist noch ungewiss. Und das soll sich ändern. Bis Weihnachten. So der Plan.

Diesen Donnerstag habe ich mit Anja ziemlich spontan beschlossen, dass wir endlich wieder etwas für unser Thema „Abnehmen“ tun wollten. Wir sind nämlich alles andere als im Reinen mit unserem Gewicht. Unser Ursprungsblog vor balance40plus war ja waagenwagnisse, ein kleines Online-Abnehmtagebuch, in dem wir uns über ein Jahr über unsere Erfahrungen austauschten, uns gegenseitig motivierten und uns „nackig“ machten – sprich: unser Gewicht öffentlich protokollierten. Ich weine ein bisschen, wenn ich im Archiv wühle und sehe, wie ich mich aufregte, dass mein Gewicht wieder auf 86 hoch gegangen war. Haha.

86 Kilo.

Ok. Lassen wir das. Es hilft ja nichts.

Das war glaube ich 2007/2008 – und seither ist viel passiert. Ich wog 2008 nach einem Jahr Weight Watchers 77 Kilo (was für mich echt superschlank ist! Kleidergröße 42. Der Hammer.). Dann ging das Gewicht wieder über 80 Kilo. Ich startete einen neuen Weight Watchersanlauf und kam wieder auf 79 Kilo. Rauf. Runter. Rauf. Runter. Tja. Und dann kam der Alltag mit sehr viel Stress - beruflich, in der Familie... und heute wiege ich irgendwas mit 10X. Historisches Höchstgewicht.

Nicht tanzen ist keine Option.

Und das merke ich schmerzlich (!): Wenn ich abtanzen war (was ich sehr gerne tue), habe ich danach so heftige Knieschmerzen, dass ich kaum einschlafen kann. Das. geht. gar. nicht. mehr. Nicht tanzen zu gehen ist nämlich keine Option.

Überhaupt ist meine Kondition gerade unterirdisch. Das ist auch das, was mich am meisten stört. Ich bin unbeweglicher, schneller aus der Puste, spüre die überzähligen Kilos beim Treppen steigen. Es ist einfach doof so.

Natürlich gab es in den letzten Jahren immer wieder erfolglose Versuche meinerseits das Gewicht zu drücken – bzw. wenigstens zu halten. Irgendwie denkt man ja immer, man gehört zu den glücklichen 5 Prozent der Weltbevölkerung, bei denen eine Diät funktioniert, weil sie das verlorene Gewicht dauerhaft halten können.

Das das nicht funktioniert, liegt sicher auch daran, dass ich eine typische Stressesserin bin. Ich verarbeite Stress ausgesprochen effektiv mit Süßem aller Art. Dadurch bin ich zwar dauerhaft sehr leistungsfähig in Stresssituationen aller Art. (Es ist eine Mär, dass dicke Leute nicht leistungsfähig sind. Sie sind es, und zwar gerade, weil sie so dick sind). Doch der Preis ist eine ständige Gewichtszunahme. Das geht natürlich nicht ewig so weiter. Hinzukommt: Ich esse überhaupt sehr gerne. Auch wenn alles gut ist. Ich mag gutes Essen. Ich mag guten Wein. Ich rede gerne über Essen, ich genieße gutes Essen gerne mit Freunden, habe Spaß beim Ausprobieren neuer Gerichte.

Ich lese Kochbücher.

Essen macht einfach Spaß. Tja. Was soll ich sagen. Das sieht man mir an:).

Und wieso denke ich, das es diesmal funktionieren könnte?

Erstens ist der Leidensdruck groß genug. Das momentane Gewicht tut im wahrsten Sinne des Wortes weh. Zumindest wenn ich Dinge tue, die mir Spaß machen, wie tanzen gehen.

Zweitens will ich keine der üblichen Diäten (mehr) machen. Ich habe tatsächlich erst vor zwei Monaten mein Weight Watchers-Abo gekündigt (genutzt habe ich das schon ewig nicht mehr, trotz bequemer App). Essen protokollieren – darauf habe ich absolut keine Lust mehr. Das funktioniert einfach nicht mehr für mich. Diäten bringen nur Jojo-Dramen mit sich. Braucht kein Mensch.

Drittens weiß ich ja ansich (wie ALLE Übergewichtigen), wie’s geht. Und das will ich soweit wie möglich im Alltag umsetzen. Bewusster essen. Mehr nachdenken, bevor ich dieses Käsestück oder jenen Schokoriegel in meinen Mund schiebe.

Viertens habe ich keine unrealistischen Ziele (mehr). Mir reicht langfristig eine Kleidergröße zwischen 44 und 46, um glücklich mit meinem Körper zu sein. Ich will nicht schlank sein, gängigen Schönheitsidealen hinterherhecheln - aber schlanker und gesünder sein als jetzt.

Der Plan

Für’s erste setze ich auf zwei Strategien:

Strategie 1: Weniger ist mehr: Weniger Süßes. Weniger Alkohol. Weniger Fett.  Weniger Nachschlag, wenn’s schmeckt. Das wird sicher kein echtes FdH werden, aber so in die Richtung.

Strategie 2: Mehr ist mehr. Mehr Sport. Zweimal die Woche Fitnessstudio muss drin sein. Und ich werde mir einen Kurs suchen. Ich lese nochmal bei Till nach, wie man das macht mit dem wieder mit Sport anfangen:). Mal sehen, ob das schon einen Effekt auf der Waage hat.

So. Und was sagt die Waage?

105 Kilo.

Uff. Tatsächlich habe ich mich sogar wesentlich "dicker" gefühlt. Bin fast erleichtert, dass es "nur" 5 Kilo über üHu sind. Sind 6 Kilo bis Weihnachten machbar ohne echte „Diät“? Schau mer mal. Ich berichte!

Unsere gemeinsame Challenge: uHu bis Weihnachten. Danach sehen wir weiter.smile

 

 

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